6. Dezember 2021: Tragik der Jazzszene

a) es ist tragisch, wie blutleer und leidenschaftslos die Jazzer (Musiker wie Fans, Kritiker & Experten) häufig ihre Musik, Künstler, Tonträger, Bücher, Veranstaltungen usw. präsentieren und sich gleichzeitig wundern, daß sie auf diese Art keinen Funken der Begeisterung bei anderen Menschen entzünden;

b) des weiteren ist tragisch, daß es in der Jazzszene zuviele Geister gibt, die sich selbst besserwisserisch über andere erheben und denen es ein wichtiges Anliegen ist, ihre (vermeintliche oder tatsächliche) Überlegenheit zu demonstrieren. Das gilt keineswegs nur für einen (eher kleinen) Teil der Musiker, sondern vor allem für manche Fans, manche Kritiker und Experten sowie für manchen Jazzclub-Vorsitzenden;

c) anstatt zum Beispiel eine Publikation oder Dokumentation als Chance zu sehen, die angeblich so geschätzte oder ach so geliebte Musik wieder in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit bringen zu können, bemühen sich diese Geister eifrigst, vielen Projekten und ihren Machern ans Bein zu pinkeln;

d) teilweise hat das schlichtweg mit Neid zu tun, der sich oft daran entzündet, daß andere Leute etwas umgesetzt haben oder angegangen sind, was man selbst nicht auf die Reihe kriegte oder gar nicht erst versuchte.


11. Oktober 2021: Tippfehler...

In meinem Beitrag zur Dokumentation TALKING HOT (Kapitel: "Jazz an Rhein und Ruhr") gibt es einen Tippfehler meinerseits: der Solinger Amateurjazztrompeter Erich Heidelberg (seit 1959 Bandleader des Sidewalk Hot Jazz Orchestra/Solingen) verstarb 1997, nicht 1994 (siehe S.81 im Buch TALKING HOT).


8.8.2021: Beflügelt...

Am gestrigen Abend durfte ich ein etwa siebenstündiges, geistreiches und inspirierendes Gespräch mit einem Herrn erleben, der eigentlich aus einem ganz anderen (politischen) Lager stammt, aber dennoch ein anständiger Mensch ist. Wenn man einander zuhört und nicht nur Differenzen, sondern auch Gemeinsamkeiten zu erkennen bereit ist, ist so etwas möglich.


7.6.2021: Das Autoren-Team der Dokumentation TALKING HOT

Damit einmal alle Mitwirkenden namentlich genannt sind - im Autorenverzeichnis des Buches findet sich Näheres über die Autoren.

Herausgeber:
Reimer von Essen
Autoren:
Rainer Bratfisch, Lutz Eikelmann, Reimer von Essen, Simon Holliday, Abbi Hübner, Gerhard Klußmeier, Uwe Ladwig, Tim Mohn, Alexander Konrad Müller, Karl-Bernhard"KB"Rau, Hans Reidel, Trevor Richards, Rainer Sander, Wolfgang Sandner, Manfred Stapel, Franz Wosnitza
 

28.Mai 2021: Musiker-Nachlässe, Jazz-Sammlungen und Dokumentationen

Bereits im Jahr 2016 hatte ich in einem Artikel versucht, die Jazzmusiker und Sammler darauf aufmerksam zu machen, daß sie möglichst zu Lebzeiten regeln sollten, wer nach ihrem Ableben ihre Schallplatten, CDs, Tonbänder, Jazzbücher, Jazz-Zeitschriften, Artikel, Fotos etc. übernehmen, verwalten, dokumentieren, archivieren oder gezielt weitergeben solle. Leider wurde dieser Artikel von der Jazz-Fachpresse nicht veröffentlicht. Angesichts der Tatsache, daß die Hinterbliebenen den "Kram" oft als Ballast empfinden und oft so schnell wie möglich zu entsorgen versuchen, weil diese Nachlässe meist keinen großen finanziellen Wert haben und die Hinterbliebenen den ideellen Wert oft verkennen, ist es schon häufig passiert, daß solche Dinge dann massenweise in Mülltonnen und Altpapiercontainern landeten. Viele Witwen, Kinder und Enkel haben kein Interesse, was nicht weiter schlimm wäre, wäre ihnen bewußt, daß andere Menschen Derartiges zu schätzen wissen und anderen Personen am Erhalt solcher zeitgeschichtlicher Dokumente interessiert sind.

Bedauernswert ist auch, daß kaum ein Jazzclub in Deutschland eine ernsthafte Archivierung betreibt, selbst vom lokalen/regionalen Geschehen nur in Ausnahmefällen. Bei den Recherchen zur Buchdokumentation TALKING HOT (Februar 2020 bis Februar 2021) und der diesbezüglichen Schlußredaktion (Februar & März 2021) wäre es wünschenswert gewesen, die Jazzszene hätte in den letzten zwei, drei Jahrzehnten mehr für die Dokumentation des Geschehens getan. Vorbildliche lokale Dokumentationen, wie sie u.a. in Düsseldorf, Hamburg, Dortmund und Konstanz existieren, sind leider rühmliche Ausnahmen.

Drei Musiker-Nachlässe wurden mir bisher vererbt: 2011 durch Hawe Schneider, 2018 durch Volker Riebeling und 2021 durch Klaus Neumeister. Dieses war in allen drei Fällen schon etliche Jahre zuvor mit diesen Personen, ihren Partnerinnen und mir besprochen und vereinbart worden.

Nun kann ich allein aus Zeit- und Platzgründen nicht alle Jazzer-Nachlässe Deutschlands übernehmen und archivieren. Dennoch könnte es sein, daß ich noch den einen oder anderen Nachlaß erhalten und bearbeiten werde.


11.März 2021:

"Kunst bringt Gunst!" schrieb der Opernsänger Joseph Plaut im Vorwort seines Buches "Das heitere Plautbuch" (Hamburg, 1922). Richtig. Leider bringt sie, vor allem unter den künstlerischen Mitwettbewerbern, oft genug auch Mißgunst mit sich, doch bekanntlich ist Neid die aufrichtigste Form der Anerkennung.

Im März 2021 verstarben zwei um die Jazzmusik sehr verdiente Menschen: am Dienstag, den 2.März 2021, der international bekannte Bandleader und Posaunist Chris Barber (Jahrgang 1930), der von 1949-2019 siebzig Jahre lang den traditionellen Jazz in Europa popularisierte, und am Sonntag, den 7.März 2021, mein norddeutscher Musikfreund Klaus Neumeister (Jahrgang 1942), der sich bis Ende 1990er Jahre als Amateurjazzer (Schlagzeug/Waschbrett) betätigte, bevor er aus gesundheitlichen Gründen seine musikalischen Aktivitäten einstellen mußte.

Klaus Neumeister veröffentlichte 1996 das Buch "...And our hearts in New Orleans - Die Geschichte des Hot Jazz in Hamburg ab 1950" und gab mit mir zusammen 2011 das Buch "Begegnungen - wie der Jazz unsere Herzen gewann" heraus. Er war Vorstandsmitglied bei Swinging Hamburg e.V. sowie Redaktionsmitglied und Autor beim Swinging Hamburg Journal. Des weiteren moderierte er über viele Jahre allwöchentlich Jazz-Radio-Sendungen für Swinging Hamburg e.V. im Hamburger Lokalradio. 2009 gab er gemeinsam mit Gerhard Klußmeier die 3-CD-Box "Swinging Germany" und 2011 mit mir die Doppel-CD "Alles Skiffle oder?" heraus.

Zu Chris Barber werde ich in Kürze noch einen persönlichen Text schreiben, da er für mein musikalisches Schaffen von großer Bedeutung war, ist und bleibt.


22.Dezember 2020:

Die Tage werden ab heute wieder länger und heller. Ich wünsche, allen Widrigkeiten zum Trotz, frohe Feiertage! Und auf ein spannendes, ereignis- und erkenntnisreiches neues Jahr 2021, welches für viele Menschen sicherlich noch spezielle Lektionen bereit hält!

7.Dezember 2020:

    Die Arbeiten an der Dokumentation kommen allmählich zum Ende. Ich bedanke mich herzlich bei folgenden Damen und Herren, die mir in Sachen Recherchen bzw. Fotos Unterstützung gegeben haben: Lous Dassen, Freddy Schauwecker, Martin Symanowski, Klaus Wegener, Achim Hamacher, Boris Odenthal, Manfred Mons, Uwe Brodersen, Ingrid Mason, Gerhard Klußmeier und Reinhard Küpper sowie bei Dieter Nentwig für die Literaturempfehlung "Downtown - Jazz in Düsseldorf". Außerdem danke ich den vielen Kollegen, mit denen ich in Gesprächen über die (traditionelle!) Jazzszene in NRW bzw. Telefonaten noch allerlei Feinheiten abstimmen konnte - allen voran Udo Jägers, Bernie Schwanitz, aber auch Jörg Kuhfuß, Reinhold Platte, Dieter Brölsch, Günter Verse, Horst Langstengel etc.
    Des weiteren gab es auch verschiedene Leute, die auf meine Anfragen keine Informationen lieferten oder gar nicht erst reagierten. Nun ja. Denen renne ich jedoch nicht hinterher. Die Fülle an Informationen ist eh viel zu umfangreich für den mir zur Verfügung stehenden Raum meines NRW-Kapitels. Theoretisch müßte ich in den kommenden Jahren ein Buch über die Geschichte des traditionellen Jazz in NRW schreiben, um auch nur annähernd darzustellen, was hier in den letzten grob siebzig Jahren alles passiert ist.  Nun, diese Option behalte ich im Hinterkopf, doch das steht nicht an. Die Szene hätte es allerdings verdient, in ihrer Vielfalt so gewürdigt zu werden.


10.November 2020:

Der Schlüssel zur Erkenntnis findet sich meist dort, wo man es nicht erwartet/vermutet. Und der Schlüssel zur Heilung liegt oft in dem, was man unterschätzt, ignoriert oder gar ablehnt.

Soweit ein kleiner Wink mit dem Zaunpfahl aus meiner Lebenserfahrung.


9. November 2020:

    31 Jahre Mauerfall.  Die positiven Folgen überwiegen für mich --- warum?!? Unter Anderem, weil ich ohne das damalige Geschehen viele wunderbare Menschen aus Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Ostberlin usw. nicht hätte kennenlernen können. Nicht wenige gute Freundschaften erwuchsen aus diesen Kontakten in Mitteldeutschland.
    Und auch in musikalischen Zusammenhängen muss ich feststellen, dass dort häufig das bessere Publikum als in den übersättigten, westlichen Bundesländern anzutreffen war. Also, es gibt keinen Grund für die Wessis, überheblich zu sein.


2. November 2020: Dokumentation TALKING HOT

Das im Frühjahr 2020 von Reimer von Essen (Barrelhouse Jazzband/Frankfurt am Main) gestartete Buchprojekt über "die Geschichte des traditionellen Jazz in Deutschland von 1945 bis zur Gegenwart" nähert sich seiner Vollendung. Als einer der Co-Autoren bin ich für die Region Nordrhein-Westfalen zuständig. Beim gegenwärtigen Planungsstand soll das Buch im Frühjahr 2021 erscheinen. Nähere Informationen gibt es in den nächsten Wochen und Monaten hier auf meiner Homepage.


2. November 2020: Eine Frage des Respekts

    Der Respekt gegenüber einer anderen Person hängt vom Selbstbild ab. Wer mit sich selbst nicht im Reinen, nicht im Frieden ist, dem wird es kaum möglich sein, anderen tatsächlichen Respekt, Achtung und Anerkennung entgegen zu bringen. Oft bleibt die Person, die sich selbst nicht lieben, nicht annehmen, nicht akzeptieren kann, im an anderen herumnörgeln oder im Neid stecken. Oder in kindischer Bewunderung.
    Natürlich gibt es Personen (Organisationen), die sich anderer Leute Respekt einfordern und unabhängig von dem Selbstbild der anderen erzwingen können ---- mit gesellschaftlichem, politischem, wirtschaftlichem Einfluß oder aufgrund ihres Amtes/ihrer Position = also mit Autorität, Geld oder, im Extremfall: mit psychischer oder gar physisc her Gewalt.
    Eine eingeschüchterte Person bringt jedoch auch keinen echten Respekt hervor, sondern heuchelt diesen meist nur, sofern sie nicht gar vollständig schweigt. Kurz gesagt: wahrer Respekt ist nur dem Menschen möglich, der den eigenen Selbsthass/Selbstzweifel überwunden und geheilt hat und ihn nicht auf seine Mitmenschen projezieren muß, um ein Ventil dafür zu finden.


2. November 2020: FREI DENKEN statt gute/neue Erkenntnisse in gewohnte Weltbilder pressen

Seit vielen Jahren beobachte ich oft erfreut, daß viele Menschen gute, richtige, weitere, d.h. für sie neue Erkenntnisse gewinnen. Allerdings versucht man sehr häufig diese in das eigene bisherige Weltbilder hineinzuzwängen (was weiteren Erkenntnisgewinn erschwert oder gar unmöglich macht, weil man sich in und mit der liebgewonnenen, gewohnten und vertrauten Matrix und inneren Überzeugungen selbst Grenzen setzt!) statt die Selbstprogrammierung (oft genug auch Fremdprogrammierung) aufzugeben, das Weltbild/die Matrix zu öffnen, zu erweitern und zu beginnen, in einer erweiterten Form neu zu gestalten ---- oder im Idealfall zu beginnen, das Leben schrittweise so zu erfassen wie es ist statt so wahrzunehmen, wie man glaubt/vermutet (oder es einem gesagt/gelehrt wurde) wie es vermeintlich ist.


6.7.2020: Heute vor 27 Jahren war der erste Auftritt meiner Lutzemanns Jatzkapelle...

... damals im Uni-Center der Ruhr-Universität Bochum, u.a. mit Jörg Kuhfuß (Kornett), Udo Jägers (Banjo) und Ian Bateman (Posaune)

2. Juli 2020: Welt-UFO-Tag und sonstige Perspektiven

Welt-UFO-Tag?!? Da kann man nur sagen: "Hoch die Tassen äh, meine natürlich: Untertassen!" ;-)

Bekanntlich ist die dunkelste Stunde der Nacht unmittelbar vor dem Morgengrauen. Schon Andere hatten vor mir diese Erkenntnis aufgrund präziser Naturbeobachtung und schon Andere haben das vor mir formuliert. Doch diese Erkenntnis ist, auch im übertragenen Sinne, aktueller denn je.

THE WORLD IS WAITING FOR THE SUNRISE.

Wer gegen Ende der Nacht vor sich nur Dunkelheit sieht, sollte sich einfach mal umdrehen sprich die Blickrichtung ändern, um die heraufziehende Morgendämmerung wahrzunehmen statt nur auf die Dunkelheit vor sich zu starren.

Auf das Morgengrauen und den nahenden Aufgang der noch für viele Menschen unsichtbaren Sonne!


24.Mai 2020: die COVID19-Maßnahmen und ihre Folgen...

Seit Mitte März 2020 ruht die Musik weitgehend. Welche Perspektiven es für professionelle Musik in der propagierten "Neuen Normalität" geben wird oder nicht, wird sich zeigen. Ich persönlich lege von nun an den Schwerpunkt auf die Entwicklung meines Schreibens und des Eigenvertriebs (Versand) meiner Bücher und Schriften. Alles Weitere wird sich finden.

24. & 25. Februar 2020:

Ŕückblick: am 24.&25.Februar 2000 produzierte ich im Tonstudio Guthoff die Aufnahmen, die ich im Sommer 2000 auf meiner CD LUTZ EIKELMANN: SCHWARZE AUGEN veröffentlichte. Am 24.Februar 2000 war Götz Alsmann Gast meiner Jazzband, am 25.Februar 2000 war es Reiner Regel.  Außerdem.lernte ich an diesen beiden Tagen im Studio den damaligen Praktikanten Bastian Korn kennen, mit dem ich später musikalisch noch viel erleben sollte, u.a.bei Remembering Lonnie Donegan und Lutzemanns Jatzkapelle. 

10.Februar 2020:

Eine gute Nachricht für 2020 - im Januar fragte mich Reimer von Essen (Barrelhouse Jazzband/Frankfurt-Main), ob ich als Co-Autor an einer Buchdokumentation, die sich der Geschichte des traditionellen Jazz in Deutschland von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart widmet, mitzuwirken bereit wäre, was ich gerne bejahte. Ich werde die Entwicklungen in Nordrhein-Westfalen beleuchten.

9.Februar 2020:

Kurz zum öffentlichen Leben: die Herausforderung besteht 2020ff zunächst nur im ÜBERLEBEN MIT DEM ERHALT INNERER UND, wenn möglich, auch ÄUSSERER FREIHEIT. DIe Gedanken zu Gesellschaftskritik und Reform bzw. Weiterentwicklung politischer Systeme müssen daher in den Hintergrund treten. DAS ÜBERLEBEN AN SICH und DAS WIE DES ÜBERLEBENS müssen angesichts des drohenden Sieges des internationalen Materialismus unbedingte Priorität erhalten. Mehr will ich zunächst nicht zu den aktuellen, destruktiven Zuspitzungen der politischen Entwicklungen sagen.

5. Dezember 2019:

Ich blicke auf ein unspektakuläres Jahr 2019 zurück, welches dennoch viele schöne Momente (zum Beispiel bei privaten Reisen in den Harz oder nach Thüringen), schöne und freudige Musikauftritte mit zum Teil sehr sympathischen Begegnungen mit dem Publikum oder auch mit Kollegen wie zum Beispiel Joe Wulf, Bert Brandsma etc beinhaltete.

Es war des weiteren eine Atempause nach dem Aktionismus der Vorjahre, in der ich auch wieder anfing, verstärkt in mich selbst zu investieren. Nicht in die Arbeit, sondern in mich. Dieser Prozess wird sich fortsetzen und sich u.a.so äußern, dass ich weniger ehrenamtliche "Seelsorge" betreiben werde als in früheren Lebensphasen und daher auch nicht mehr als kostenloser Therapeut oder Schuttabladeplatz für die Schwemme geistigen und seelischen Mülls anderer Leute zur Verfügung stehe. Wer ein Ventil sucht, möge sich jemand anders suchen.

Auch für Influencer stehe ich nicht mehr zur Verfügung. Und auch nicht mehr als Projektionsfläche. 

Da ich den beruflichen Kontakt zu einigen destruktiven Geistern 2018/19 abbrach, geht es mir grundsätzlich viel besser als in den Vorjahren. Dieses Aufräumen im eigenen Leben wird sich auch 2020 fortsetzen. Einige weitere nicht zu mir passende Personen werden auch 2020 aus meinem Leben verschwinden. 

Ansonsten wünsche ich Ihnen eine angenehme Adventszeit, frohe Feiertage und alles Gute für 2020.


11. April 2019:

INTERVIEW Matthias Renner mit Lutz Eikelmann, Frühjahr 2019:

In der Vorbereitung meiner Lesung auf der Leipziger Buchmesse am 23.März 2019 stellte mir Herr Renner von meinem Verlag ProBUSINESS (Berlin) einige Fragen, die wir eventuell in kürzerer Form im Anschluß an die Lesung aufgegriffen hätten, sofern uns die Zeit geblieben wäre. Das war jedoch nicht der Fall, daher gibt es hier jetzt ausführlichere, schriftliche Antworten auf diese Fragen zu meinen Romanen “Heriberts Zeitreisen” (2017) und “Der Kaiser im Berg” (2018).

Matthias Renner „Woher kommt Ihr Faszination für Zeitreisen?“
Lutz Eikelmann:  „Nun, zum einen habe ich mich schon von frühester Kindheit an nicht nur für die Gegenwart, sondern auch für andere Zeiten interessiert. Aus der Vergangenheit kann man viel lernen – und die Zukunft kann man mit den Weichenstellungen der Gegenwart gestalten. In späteren Jahren stellte ich fest, dass sich mindestens seit der Antike immer wieder Menschen dafür interessiert haben, nicht nur gedanklich, sondern auch körperlich durch die Zeiten reisen zu können und zwar auch an konkret gewählte Örtlichkeiten. Da es sich dabei nicht nur um Personen handelt, die mit einem Übermaß an Phantasie gesegnet sind, oder um Personen, die sich den Luxus leisten können, viel Zeit für derlei Gedankenspiele aufzuwenden, sondern zum Beispiel auch über Generationen hinweg Organisationen, die auf Effektivität wert legen müssen – wie zum Beispiel Militärs und Geheimdienste! –, wurde ich hellhörig. Vielleicht ist eben doch etwas dran und das Ganze ist sogar in der greifbaren Wirklichkeit möglich. In meinen Romanen 'Heriberts Zeitreisen' und 'Der Kaiser im Berg' spiele ich mit der theoretischen Option, es sei möglich. Was die Leserschar betrifft, so reicht es vollkommen, wenn man sich darauf einläßt, die Möglichkeit hinzunehmen, daß es so sein könnte – unabhängig von der persönlichen Überzeugung. Denn bei den 'Dimensionsreisen' durch Zeit und Raum in meinen Romanen geht es mir nicht um Beweise oder eine Erklärung. Vielmehr will ich meine Leserschar mit diesen Reisen zu einer Auseinandersetzung mit einer Vielzahl von Themen führen und diese Themen, Epochen, Personen, Orte etc. erlebbar und greifbar machen.“

Matthias Renner: “Ihr Buch schlägt den Spannungsbogen von Luther bis zu Lawrence von Arabien. Sie schneiden Mythen wie arabische Urmutter bis zum Garten Eden an. Dabei beziehen Sie sich auf Werke wie 'Die sieben Säulen der Weisheit' von Lawrence von Arabien und 'Das Paradies gab es doch' von Paul Thomas. Woher nehmen Sie Ihre Inspiration, Ihre Ideen? Was fasziniert Sie an den Themen und Mysterien?”
Lutz Eikelmann:  “Ich lese seit meiner Kindheit viel und gerne, doch auch das Leben selbst liefert mir reichlich Inspirationen. Als Berufsmusiker komme ich viel herum und treffe viele interessante Menschen, mit denen sich zum Teil höchst interessante Kommunikationen ergeben – keineswegs nur die Musik betreffend. Und obendrein bin ich eh auch privat viel mit offenen Augen und Ohren unterwegs. Landschaften wie Ortschaften tragen viele Spuren vergangener Zeiten in sich und liefern reichlich Hinweise darauf, daß es mehr zwischen Himmel und Erde gibt als nur das, was eine nüchterne, materialistische Weltsicht wahrnimmt.
Schon in meiner frühen Schulzeit las ich in Karl Mays 'Durchs wilde Kurdistan' von einer Königin oder Göttin, die aus dem Schutz und Hintergrund des Geheimnisvollen und Verborgenen Einfluß auf die Menschen nimmt und Hilfestellungen gibt. Karl May nannte sie 'Marah Durimeh' und sie scheint der arabischen 'All Uzza', also der von Ihnen aus meinem Roman 'Der Kaiser im Berg' hervorgehobenen 'großen Mutter',  sehr ähnlich zu sein. Und vielleicht ist es gar nicht allzu kühn und keineswegs abwegig, diese 'Dame' auch mit der christlichen 'Gottesmutter Maria' in Verbindung zu bringen.
Was mich an so etwas fasziniert? Zum einen will ich umfassend wissen, was im Leben geschieht, und es gibt – von Zeugnissen anderer Menschen bis zu eigenen Erfahrungen – schon so Einiges, was darüber hinaus geht, was Schulen und Universitäten lehren und Nachrichten berichten. Und ich finde es einfach spannend, über den Horizont des offiziellen Wissens hinauszublicken. Zum anderen nehme ich Menschen zunächst einmal ernst, wenn sie eigene Erfahrungen berichten, die Wissenschaftler und Materialisten manchmal gerne leichtfertig als Spinnerei abtun. Doch wenn meine Oma von einer Engelserscheinung aus ihrer Kindheit berichtete, als eine Verwandte von ihr starb, oder andere Menschen mir außergewöhnliche, eigene Erfahrungen schildern, dann bin ich nicht vorschnell mit dem Urteil 'Spinnerei'. Natürlich gibt es etliche Scharlatane und Wichtigtuer, die nur so tun, als hätten sie etwas Besonderes erlebt, aber mit ein wenig Lebenserfahrung lernt man das schnell zu durchschauen. Positiv ist in der heutigen Zeit allerdings, dass sich immer mehr Menschen trauen, so etwas überhaupt zu äußern. Das mag auch damit zu tun haben, daß man hierzulande gegenwärtig nicht auf dem Scheiterhaufen landet, wenn man Derartiges äußert. Als Spinner zu gelten, mag zwar auch nicht unbedingt karrierefördernd sein, ist aber im Vergleich zu Zeiten von Hexenverbrennungen vergangener Jahrhunderte doch noch eine harmlose Sache. Doch als Romanautor habe ich natürlich die Freiheit, der Phantasie freien Lauf zu lassen. Ich schreibe ja einen Roman, also Fiktion, da muß nicht alles real sein und nicht alles bewiesen werden, wenngleich ich einräumen muß, dass der Wirklichkeitsbezug meiner bisherigen Fiktionen schon recht groß ist wie auch schon manche Leute feststellten, die die Inhalte meiner Romane durch Eigenrecherchen zu hinterfragen begannen.”

Matthias Renner:  “Welche Epoche würden Sie gern selbst einmal besuchen?”
Lutz Eikelmann:
“Ich könnte jetzt einfach sagen: alle! Was auch nicht falsch wäre. Doch es wäre schon besonders spannend, wenn ich mich in den vergangenen 120 Jahren öfters tummeln könnte, da ich zum Beispiel gerne meine Eltern und Großeltern in jungen Jahren erleben oder beobachten würde oder auch gerne die Urgroßeltern kennenlernen würde, bevor der erste Weltkrieg und die Nachkriegszeit mit Chaos, Anarchie und Inflation ihr Leben auf den Kopf stellte.”

Matthias Renner: “Ihre beiden Bücher 'Heriberts Zeitreisen' und 'Der Kaiser im Berg' habe ich mit Genuss gelesen. Vor allem weil sich das Ganze wie eine schriftgewordene spannende und höchst unterhaltsame Hollywood-Produktion liest. Könnten Sie sich Ihr Buch als Film vorstellen?”
Lutz Eikelmann:  “Das kann ich durchaus. In 'Der Kaiser im Berg' schildere ich ja auch schon ansatzweise wie ich mir eine Verfilmung von Heriberts Reisen vorstellen könnte. Ob man Louis Armstrong, John F.Kennedy, Sepp Herberger u.a. Original-Charaktere des Buches mittels Zeitreisen in einen Film integrieren könnte wie ich im 'Kaiser' andenke, steht natürlich vollkommen in den Sternen. Dazu müßte man erst rausfinden wie das mit den Zeitreisen ginge – sofern es denn überhaupt möglich wäre. Von der Frage, ob diese Leute überhaupt an einer Mitwirkung interessiert wären, ganz zu schweigen. Aber grundsätzlich kann ich mir die Verfilmung meiner Romane schon vorstellen – sofern es nicht oberflächlich geschieht. Ich bin zum Beispiel von den diversen Karl May-Verfilmungen der 1960er Jahre überhaupt nicht begeistert – bei allem Respekt gegenüber Schauspielern wie Lex Barker, Pierre Brice, Stewart Granger etc.; doch alles zu seiner Zeit. Vielleicht ergibt sich das eines Tages. Ich will allerdings noch einen dritten, vielleicht auch einen vierten Roman als Fortsetzung meiner ersten beiden Romane folgen lassen. Ich habe nicht die Absicht, daraus eine Endlosserie zu machen mit zehn Bänden oder mehr. Zwar bin ich sicher, daß mich die Option der Zeitreisen auch weiterhin beschäftigen wird, aber ich glaube, nach einem dritten oder vierten Roman mit dem roten Faden wie er sich durch 'Heriberts Zeitreisen' und 'Der Kaiser im Berg' zieht, wäre es Zeit für etwas Neues. Doch Geduld bitte, alles Schritt für Schritt!”

Matthias Renner: “Ihr Buch passt bis ins kleinste Detail. Selbst der Verkaufspreis von 20,18 Euro weckt die Neugier. Sind Sie auch noch Zahlenmystiker?”
Lutz Eikelmann: “Ein wenig kenne ich mich mit Zahlensymbolik, Numerologie usw aus, das ist wahr. Und es scheint mir, als würden diverse Bedeutungen, die den Zahlen schon in der Antike zugedacht wurden, immer noch benutzt und verstanden werden – zum Beispiel die Vier als Zahl der Vollkommenheit, die Acht als Zahl der Unendlichkeit, die Neun als Zahl der Unsterblichkeit etc. Was den Verkaufspreis betrifft, so entspricht er ja dem Erscheinungsjahr von 'Der Kaiser im Berg'. Allerdings verbinde ich mit 2018 noch die Absicht, einen Gegenwartsbezug herzustellen. Es gibt in dem Buch ja diverse Reisen in die Vergangenheit, ob zu Martin Luther oder zu Lawrence von Arabien, doch wollte ich mit diesem Verkaufspreis signalisieren, dass ich das Erwachen des Kaisers als ein Geschehen der Gegenwart sehe. Laut meinem Roman erscheint der im Kyffhäuser erwachte bzw geweckte Kaiser ja Anfang Oktober 2017 auf dem Walserfeld bei Salzburg, also auch gewissermaßen in unserer Gegenwart, auch wenn es jetzt zum Zeitpunkt dieses Interviews bereits anderthalb Jahre her ist. Ich meine, dass die Legende bzw. Prophezeiung vom Erwachen des Kaisers u.a.symbolisiert, dass Gutes aus der Vergangenheit, welches aus allerlei Gründen in Vergessenheit bzw. aus unserem Bewußtsein geraten ist, wieder in unser Leben tritt. Wenn man nicht Vieles aus der Vergangenheit lernen könnte – wie man's macht oder vielleicht auch besser nicht macht! –, würden wir uns sicherlich nicht so eifrig mit der Vergangenheit beschäftigen. Es macht auch tatsächlich Sinn, dieses zu tun. Gerade in Umbruchszeiten wie der Gegenwart, in der immer mehr Menschen erkennen, dass nicht alles richtig ist, was läuft, ist es meines Erachtens wichtig, die Vergangenheit zu studieren und aus ihr zu lernen, um Lösungsansätze für heutige Fragen und Weichenstellungen zu finden. Dazu ist natürlich auch eine möglichst umfassende Kenntnis der Vergangenheit von Vorteil und meine Romane sollen auch ein wenig dazu anregen, sich umfassend über früher in Kenntnis zu setzen. Meine Auseinandersetzung im fiktiven Dialog mit Lawrence von Arabien im 'Kaiser' dient u.a. dazu, das damalige Geschehen aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten – nicht, um Thomas Edward Lawrence zu bekehren, sondern um die Leserschar anzuregen, Sachverhalte aus unterschiedlichen Perspektiven wahrzunehmen, denn erst ein solcher Perspektivwechsel bietet überhaupt die Chance, die Welt aus einer anderen Sicht als allein aus der Ego-Erfahrung/-Sicht kennenzulernen und damit auch die Voraussetzung für gegenseitiges Verstehen, für Annäherung und für Lösungsansätze, die möglichst viele Interessen zu berücksichtigen suchen. Ein israelischer Soldat, mit dem ich seit vielen Jahren bekannt bin, sieht darin sogar die einzige Chance für Frieden. Er las meinen Roman u.a.aus dem Grund, weil in der britischen Nahostpolitik während des ersten Weltkriegs und in den Jahren nach 1918 wesentliche Ursachen für den immer noch bestehenden Palästina-Konflikt liegen und ihn das aus naheliegenden Gründen – er ist Betroffener! – natürlich interessiert. Er sagte mir, dass die Anregung zu differenziertem Denken, die ich in meiner Fiktion am Beispiel Lawrence-Musil vermittele, ein wichtiger gedanklicher Ansatz zu jedwedem Friedensprozeß sei – nicht nur in Palästina, sondern weltweit. Eine solche Einschätzung durch einen Leser zeigt sicherlich auch, warum eine oberflächliche Verfilmung meiner Romane den Inhalten nicht gerecht werden würde..:”

Matthias Renner: “Wie schreiben Sie? Wie gestaltet sich der Schreibprozess/die Recherchen? Sie sind ja kein hauptberuflicher Autor.”
Lutz Eikelmann:
“Es ist sehr unterschiedlich. Mein erster Roman, 'Heriberts Zeitreisen', wurde innerhalb von zwei Wochen geschrieben, wenn ich die leichten Überarbeitungen außen vor lasse. Zwei Wochen, das klingt nach Schnellschuß, allerdings gärte die Idee dazu bereits einige Jahre, begünstigt durch mein gutes Gedächtnis. Das heißt konkret: die meisten Bausteine existierten schon in meinem Kopf, es fehlte allerdings noch das verbindende Element, der rote Faden. Als sich dieser Anfang 2017 in meinem Bewußtsein bildete, war die Umsetzung dann recht schnell möglich. 'Der Kaiser im Berg' verlangte dagegen fünf Monate Arbeit, allerdings ging ihm nicht der im Zusammenhang mit 'Heriberts Zeitreisen' erwähnte, jahrelange Gärungsprozeß vorweg. Außerdem fiel er in den ersten Monaten seines Entstehens auch mit Phasen zusammen, in denen mich die Musik, mein Hauptberuf, in Anspruch nahm. Der 'Heribert' entstand noch in der Vorsaison im Frühjahr 2017. Ich muß erwähnen, dass ich bei beiden Romanen allerdings seit x Jahren in den dort verarbeiteten Themen stehe. Kurz gesagt: ich muß bei den Recherchen nicht komplett bei Null anfangen, was es natürlich einfacher macht. Die Hauptarbeit beim 'Kaiser' bestand darin, die realen Bausteine, die ich in meiner Fiktion verarbeitete, zu überprüfen, dass ich nicht versehentlich falsche Daten nenne oder ähnliche Flüchtigkeitsfehler machen. Ich ging allerdings auch bei den Recherchen in die Tiefe, sprich ich befasste mich auch noch weit über das im Roman Erwähnte hinaus mit den Persönlichkeiten wie Luther, Melanchton, Winston Churchill, Lawrence von Arabien, Gertrude Bell etc., die ich in meine Fiktion integrierte. Das war einerseits sehr interessant, kostete andererseits aber auch Einiges an Zeit. Ebenso natürlich auch wie die Fotoauswahl zu den diversen Episoden. Das war bei 'Heriberts Zeitreisen' einfacher – Persönlichkeiten wie Louis Armstrong, Beatles, Lonnie Donegan haben mich schon mein ganzes Berufsleben hinweg intensiv beschäftigt. Mit Donegan war ich dann auch von Anfang 1999 bis zu seinem Tod Ende 2002 befreundet. Und Hawe Schneider, der einstige Betreiber (1954-1968) des im 'Heribert' erwähnten Berliner Schauplatzes 'Eierschale', war nicht nur 13 Jahre lang (bis zu seinem Tod 2011!) zunächst mein Brieffreund, dann Freund, dann Kollege – nein, von 2002 bis 2005 war ich auch der Manager dieses Künstlers. Seine Witwe, die meinen Roman sehr zu schätzen weiß, und ich bedauern es sehr, dass er diesen Roman nicht mehr erleben konnte. Und da ich auch mit etlichen anderen Zeitzeugen jener Eierschalenepoche der 50er und 60er Jahre bekannt war – zum Beispiel mit diversen ehemaligen Musikern von Hawe Schneiders Band 'Spree City Stompers' –, stand ich auch diesbezüglich mittendrin im Thema, lange Zeit, bevor ich das Buch konkret andachte. Und Themen wie Fußball, Zeitgeschichte, Heimatgeschichte u.ä. begleiten mich halt schon seit früher Kindheit und Jugend.
Doch noch zum Schreibprozess – mein gedanklicher Prozeß vorher ist da vielleicht wichtiger. Ich bin zum Ausgleich für meine musikalischen Tätigkeiten viel zu Fuß in der Natur unterwegs, da läßt es sich entspannt denken. Ebenso wie beim Chillen auf der Terrasse, beim Musikhören, bei der Gartenarbeit. Als Musiker wie auch als Heimatforscher bin ich viel unterwegs und ob lange Autofahrten, Hotelaufenthalte, Leerlaufzeiten in den beruflichen Tätigkeiten – es gibt viele Gelegenheiten, wo der Geist auf Reisen gehen kann. (Ich fahre übrigens sehr gut Auto, das nur am Rande!) Oft spiele ich Dialoge und Episoden meiner Romane gedanklich einige Male durch, bevor ich auch nur ein Wort auf Papier bringe bzw am Computer schreibe. Lassen Sie mich es so sagen bitte: die Geschichte steht meist im Kopf, bevor es ans Schreiben geht.”


29. Januar 2019:

Das neue Jahr ist da und nach einigen Monaten (Oktober 2018 bis Januar 2019) des Kräfte sammelns, Auftankens, des Kopf frei kriegens, Regenerierens und Aufarbeitens geht es nun endlich mit frischer Tatkraft wieder zu Werke.

Der erste Höhepunkt des neuen Jahres naht ---- meine Lesung aus meinem 2.Roman "Der Kaiser im Berg" auf der Leipziger Buchmesse am 23.März 2019 (Details siehe Termine). 

Ansonsten habe ich mit dem 4.Quartal 2018 die Verbreitung des Swinging Hamburg Journals in NRW 17 Jahren eingestellt. Der Hauptgrund dafür war, daß hier in NRW immer weniger wertgeschätzt wurde, daß ich diese vierteljährliche Fachzeitschrift an Musiker und Musikinteressierte weiter gab (einhundert Exemplare pro Quartal auf meine Kosten!). Nun, es gibt auch andere Mittel und Wege und Medien, das Interesse der Menschen auf die von mir geliebte Musik zu lenken. Zu diesem Zweck habe ich heute auf dieser Website das Kapitel "Jazz & Gegenwart" eingerichtet. Die mir noch verbliebenen Restexemplare des Swinging Hamburg Journalsaus dem letzten Jahrzehnt werde ich nach und nach bei Konzerten an interessierte Menschen kostenlos weitergeben. 

Ich bin jedoch vorerst noch weiterhin Mitglied beim Jazzförderverein "Swinging Hamburg e.V.", der ja das gleichnamige Journal herausgibt. Als ich vor ein paar Wochen das neue SwHH-Journal, 1.Quartal 2019, erhielt, stellte ich fest, daß ich nicht mehr als Redaktionsmitglied geführt werde. Das ist kein Drama, allerdings gilt es festzuhalten, daß ich nicht von mir aus der Redaktion ausgestiegen bin. Doch offenbar ist der Ausstieg aus der Verbreitung des Journals, den ich mit über einem Jahr Vorlauf ankündigte, als Ende meiner dortigen redaktionellen Tätigkeit gedeutet worden. Sei's drum. Ich werde dennoch auch weiterhin noch die eine oder andere CD-, Buch-, DVD- oder LP-Rezension und den einen oder anderen Artikel schreiben und dem Swinging Hamburg Journal zur Verfügung stellen. Das werde ich jedoch nicht übertreiben, da Herausgeber Gerhard Klußmeier ohnehin noch Verschiedenes von mir auf Halde hat.  Bevor das nicht nach und nach veröffentlich wird (vielleicht besteht auch kein Bedarf mehr!), werde ich eine gewisse Zurückhaltung hinsichtlich neuer Textlieferungen an den Tag legen.


29. November 2018:

Im aktuellen Jazz-Podium (Dezember 2018/Januar 2019) schrieb Andreas Geyer die Rezensionen zu meinen Büchern (exklusiv über mich zu beziehen) "Spuren im Sand - ein Vierteljahrhundert Lutzemanns Jatzkapelle" und "Auseinandersetzungen - Gesammelte Texte & Artikel I". Darin liest man u.a. zu "Spuren im Sand" : "... Wie in einem Scrapbook sind besondere Ereignisse der Bandgeschichte, Porträts der Musiker sowie Geschichten und Anekdoten aus einer sehr bewegten Bandgeschichte in 23 Kapiteln aneinandergereiht. Eine sehr persönliche Note bekommt das Buch durch die vielen meist farbigen Fotos, die im Stil eines Familienalbums dieTexte begleiten und die freundschaftliche Atmosphäre in dieser Band unterstreichen."   sowie zu "Auseinandersetzungen" : "... möchte Eikelmann mit seinen Texten vor allem eine Lanze für die traditionellen Jazzspielarten wie Dixie, Skiffle und Blues brechen. In seinem 'heiligen Zorn im Dienste der Sache' ... macht er sich weitreichende Gedanken über die Musik-Kultur, das Publikum, Organisatoren, Musiker und Kritiker. ... Denn im Jazz sieht er heute wie früher ein 'Symbol für den Sieg des Lebens über Tod, Zerstörung und über alle Widrigkeiten". Ein machtvolles Credo für eine Musik, die trotz aller Unkenrufe und kommerzieller Probleme noch immer sehr lebendig ist - wie Lutz Eikelmann und seine Lutzemanns Jatzkapelle beweisen."


23.November 2018:

Am heutigen Freitag verstarb mit Peter Gilgenberg, genannt "Banjo Pit", ein weiterer Jazzer der alten Garde. Ich hatte mit ihm erstmals im April 1991 in Papa Joe's Jazzlokal "Em Streckstrump" in Köln gespielt. 2004gründeten wir gemeinsam mit Jörg Dahmen die "Dixie Ducks". Vor wenigen Jahren zog es Pit zur Ostsee und dort starb er auch in einem Hospiz im Norden von Schleswig-Holstein.


21.November 2018: ein Jahresrückblick...

Das alte Jahr 2018 ist noch nicht ganz vorbei und es kann in den letzten Wochen des Jahres noch eine ganze Menge passieren. Wir werden sehen. Dennoch kann ich schon eine erste Bilanz ziehen...

* Positive Begegnungen und Erfahrungen *

Die Musik und meine Bücher verschafften mir eine Menge positive Erfahrungen und Begegnungen ---- ob bei den Jubiläumskonzerten zum 25jährigen Bestehen meiner Lutzemanns Jatzkapelle, beim Swing-Gottesdienst in Quedlinburg ebenfalls mit “Lutzemanns Jatzkapelle”, beim Jazzfestival in Gerolstein mit den “Dixieland Crackerjacks”, bei Michael Schneiders neuem Projekt, welches bei “Zinnowitz im Wandel der Zeit” im Wandel der Zeit Premiere feierte und vielen anderen Anlässen... ----- ob bei den diversen Lesungen in NRW und Sachsen-Anhalt oder im Rahmen meiner Vorträge zu “Dimensionstoren” und “Reisen durch Zeit & Raum” in Bayern und Österreich oder bei meinem Besuch der Buchmesse Leipzig im Frühjahr.  Daß ich am 25.6.bei einem Job in den Niederlanden für den niederländischen König in Eemshaven musizieren durfte, ist natürlich auch nicht alltäglich.

Besonders positiv waren für mich Zusammenarbeit und Zusammenspiel mit Musikern wie Bert Brandsma, Michael Schneider, Johannes Zink, Michael Meranke, Manni Veit, Bastian Korn, Benny Korn, Benny Daniels (Dombrowe), Clive Fenton, Thomas Guthoff, Jochen Solbach, Dirk Seiler, den Kollegen von Muckefuck u.v.a., das Wiedersehen mit langjährigen Freunden und Bekannten wie Joe Wulf, Franz Schreiber, Christoph Lauff etc., das Wiedersehen mit all den Freunden in Quedlinburg, allen voran Bodo Buchholz, und die Begegnungen mit sympathischen Menschen in Magdeburg, Salzburg, Passau und Augsburg. Von den positiven Erfahrungen im österreichischen Braunau Ende September ganz zu schweigen - bisher hatte ich noch nie ein derart freundliches und herzliches Klima in der Öffentlichkeit einer österreichischen Stadt erlebt.

Die Foto-Session der HERREN SCHNEIKELMANN im Februar 2018 bei PICTURE PEOPLE in Bochum (Ruhrpark) war ebenfalls besonders erfreulich, sehr professionell, sehr kreativ und sehr ergiebig. Es stellt sich mir allerdings inzwischen die Frage, ob die Idee hinter diesem neuen Projekt, der BRD-Gesellschaft um "fünf vor zwölf" (falls es nicht schon längst viel später ist!) noch letzte Impulse zu neuem Denken und daraus erfolgender Umkehr zu geben, überhaupt noch auf gesellschaftlichen Bedarf stößt oder nicht womöglich schon längst irrelevant ist.

Meine Mitwirkung am musikalischen Geleit von Ecky Odenthal (1940-2018), dem Vater meines musikalischen Freundes Boris Odenthal, Ende Juni in Krefeld, trug sicherlich auch zu größerer Verbundenheit innerhalb der Jazzszene bei.

Ein besonderer Höhepunkt war auch Ende August die Feier in Mülheim an der Ruhr anläßlich des 40.Geburtstages der Korn-Zwilling (9.Juli 1978), die mit einer Session-Besetzung mit Vater C.G.Korn und seinen Söhnen Benny und Bastian, Michael Minholz  u.a. sowie mir am Sousaphon eröffnet wurden - wir spielten Skiffle-Titel wie Worried Man Blues und Roll in my sweet baby`s arms und Standards wie Route 66.

* 25 Jahre Lutzemanns Jatzkapelle "

2018 feiern wir das 25jährige Bestehen meiner Jazzband. Die meisten Jubiläumskonzerte, u.a. in Dortmund, Mülheim/Ruhr, Bad Hersfeld, Bochum, Quedlinburg, Hamburg, Düren und Hagen/Westfalen liegen bereits hinter uns. Das Jubiläum wurde leider durch die Diagnose der Erkrankung (im Frühjahr) und den Tod unseres langjährigen LJK-Klarinettisten Volker Riebeling am 20.August überschattet. Ihm wird in Kürze noch ein Sonderkapitel auf dieser Internet-Präsenz gewidmet werden. Die Begleitung unseres langjährigen Freundes und Musikerkollegen Volker Riebeling (1943-2018) in den Monaten zwischen Diagnose und seinem “Heimgang” war auch eine außergewöhnliche Erfahrung, die ich vor allem mit unserem Übungstrio-Banjomann Horst Langstengel, aber auch mit Michael Schneider teilte. Emotional bewegend war dann die Anteilnahme vieler Jazzer an Volkers Schicksal, die u.a. auch in diversen privaten “Nachrufen” und Erinnerungen, zum Beispiel auf Facebook, Ausdruck fand.

* Private Reisen *

Von der zweiwöchigen Norwegen-Reise im Frühjahr abgesehen war ich von zwei Kurzausflügen nach Mitteldeutschland im März und im Juli war ich im ereignisreichen Jahr 2018 leider kaum privat unterwegs, was ich sehr schade finde, es war allerdings nicht zu ändern. Die schönen, aber leider nur wenigen freien Tage auf Usedom zwischen dem LJK-Auftritt beim CITY JAZZ WALK (Hamburg) am 12.August und den schönen, wenn auch anstrengenden Auftritten mit Michael Schneiders Tanz-Jazz-Projekt am 18. und 19.August in Zinnowitz will ich jedoch nicht unerwähnt lassen.

Nach fast zwei Jahren Vollgas geben waren dann von Anfang Oktober bis Mitte November einige Wochen der notwendigen Ruhe und Erholung zuhause angesagt ---- eine Auszeit (mit wenigen Auftritten in Leverkusen, Düsseldorf und Bonn-Bad Godesberg), die mir sehr gut tat.

* Untersberg *

Leider war es mir aus zeitlichen Gründen nicht möglich, mehr als die wenigen Tage Anfang September im Zusammenhang mit meinem Vortrag in Salzburg an meinem Lieblingsberg vorbeizuschauen. Das wird sich 2019ff hoffentlich ändern.

* ein notwendiges und hoffentlich letztes Wort zu den kleingeistigen Kriegen am Untersberg *

Leider spitzen sich einige negative Entwicklungen am Untersberg zu, die dort seit vier, fünf, sechs Jahren schon zu beobachten sind. Einige selbsternannte und selbstherrliche Gurus, eitle Platzhirsche und alberne Trittbrettfahrer spielen sich dort nicht nur als besonders wichtig auf, sondern übertreiben es mit ihrer öffentlichen Neid- und Eifersuchts-Show auch inzwischen ganz arg und beschimpfen sich gegenseitig auf Facebook oder jubeln sich bei Amazon unter falscher Flagge gegenseitig negative Bewertungen ihrer Bücher unter. Das können sie auch gerne tun, wenn sie glauben, daß sie damit ihr Ansehen steigern. Davon will ich sie auch nicht abhalten und ich möchte auch nur noch eins dazu sagen und zwar hier und jetzt: bitte laßt mich damit in Ruhe. Ich will damit nichts zu tun haben. Macht das alles unter Euch aus. Punkt.

* negative Erfahrungen 2018 *

Es gab aber auch einige sehr negative Erfahrungen im beruflichen Feld, die so nicht fortgesetzt werden ---- weder die Zusammenarbeit mit gewissen egomanischen Bandleadern, die als alternde Ex-Stars mit dem Wandel der Zeit nicht klar kommen, noch die Duldung von weiteren Arbeitsverweigerungen und Zersetzungen wie sie ein gewisser Herr bei zwei Sonderprojekten deutlich an den Tag legte, um diese zu sabottieren, was ihm trotz seiner massiven Bemühungen Gott sei Dank NICHT gelang.

Ebenfalls überflüssig waren verbale Provokationen aus Norddeutschland, ob im Februar per e-mail, oder im Juni auf der Bühne eines Jazzfestivals, wo die Band, die im Programm vor uns auftrat, dem Publikum über Mikrophon verkündete, daß nun der "Krawall-Dixie" von Lutzemanns Jatzkapelle folgen würde. Nun ja, jeder blamiert sich so gut er/sie kann.

* Konsequenzen *

Von nun an werden Stalker, Zeitdiebe wie auch weitere Menschen, die mich zu bevormunden, zu dominieren oder sonstwie zu manipulieren suchen ---- ein Bandleader wollte mir sogar untersagen, mich in der Pause mit dem ebenfalls pausierenden Catering-Personal der Veranstaltung zu unterhalten ----, rigoros aus meinem Leben aussortiert. Das habe ich auch schon vor 2018 jahrzehntelang so gehandhabt, nur nun geht's noch schneller als bisher.


13. November '18:

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Musikfeunde, lieber Leserschar!

Ich bin wieder online. Die Datenschutzverordnung gab im Sommer 2018 den Anlaß, die Internetpräsenz zu überarbeiten. Diese Überarbeitung läuft noch, daher wird es in den kommenden Monaten sicherlich wieder regelmäßige Aktualisierungen geben.

Eine inhaltliche Entschlackung war ebenfalls notwendig.

In Sachen Musik ist das Wesentliche schon wieder online einsehbar; zu meinen Büchern werde ich in Kürze eigene Kapitel online stellen. Ich bitte um Geduld --- doch seien Sie gespannt!

Im nun sich dem Ende zuneigenden Jahr 2018 gab es doch einige Veränderungen, u.a. verstarb am 20.August unser langjähriger LJK-Klarinettist Volker Riebeling im Alter von 74 Jahren. Auch ihm werde ich in diesem Winter noch ein eigenes Kapitel auf dieser Homepage widmen.

Bleiben Sie mir und meinen Bands gewogen!

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit und Ihr Interesse.

Ihr
Lutz Eikelmann

Lutz Eikelmann  |  eikelmann-hagen@t-online.de